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Wunden & Haut

Wundliegen vorbeugen: Tipps für zu Hause

3 Min. Lesezeit

Eine Angehörige legt einer älteren Frau, die seitlich im Bett liegt, ein Kissen in den Rücken.

Viele Menschen, die lange liegen oder sitzen, bekommen wunde Stellen an der Haut. Das nennt man Wundliegen oder Dekubitus. Mit ruhiger Pflege und kleinen Schritten können Sie die Haut schützen, und Sie müssen das nicht allein schaffen.

Was Wundliegen bedeutet

Die Haut und das Gewebe darunter brauchen eine gute Durchblutung. Wenn eine Stelle lange gedrückt wird, leidet die Haut. Das passiert oft über Knochen, zum Beispiel an Ferse, Steißbein, Gesäß, Hüfte oder Ellbogen.

  • Langes Liegen im Bett ohne Lagewechsel
  • Langes Sitzen im Sessel oder im Rollstuhl
  • Feuchte Haut durch Schwitzen oder Urin
  • Wenig Bewegung und wenig Essen oder Trinken

Druck regelmäßig mindern

Der beste Schutz ist, den Druck immer wieder wegzunehmen. Wenn die Person sich nicht allein drehen kann, helfen Sie beim Umlagern. Eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kann Sie zu Hause anleiten und beim sicheren Lagern unterstützen.

  • Wechseln Sie die Lage im Bett regelmäßig. Oft passt ein Rhythmus von etwa zwei Stunden. Fragen Sie, was bei Ihnen stimmt.
  • Heben Sie den Körper an. Ziehen Sie ihn nicht über das Laken. So reibt die Haut weniger.
  • Lagern Sie die Fersen frei, zum Beispiel mit einem weichen Kissen unter den Waden.
  • Verlagern Sie im Sessel öfter das Gewicht. Kurzes Aufstehen hilft, wenn es möglich ist.
  • Legen Sie ein kleines Kissen zwischen die Knie, damit die Knochen nicht aufeinanderdrücken.

Die Haut pflegen und ansehen

Sehen Sie die Haut einmal am Tag an, am besten bei der Pflege. Gutes Licht macht Unterschiede sichtbar. Vergleichen Sie beide Körperseiten.

  • Achten Sie auf Rötung, Wärme, Schwellung, harte Stellen oder Schmerz.
  • Eine Rötung, die nach dem Entlasten nicht blasser wird, ist ein Warnzeichen.
  • Halten Sie die Haut sauber und trocken. Wechseln Sie feuchte Wäsche rasch.
  • Cremen Sie trockene Haut sanft ein. Massieren Sie gerötete Stellen nicht.
  • Glätten Sie das Bettlaken und die Kleidung. Falten drücken auf die Haut.

Kraft für die Haut und Hilfe holen

Die Haut braucht auch genug Essen und Trinken. Sprechen Sie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt, wenn das schwerfällt. Mit dem Pflegegeld können Sie Hilfe zu Hause leichter organisieren.

  • Bieten Sie regelmäßig zu trinken an, wenn keine ärztliche Einschränkung besteht.
  • Essen Sie vielfältig. Lebensmittel mit Eiweiß tun dem Gewebe gut.
  • Fragen Sie nach einer Matratze oder einem Sitzkissen, das den Druck mindert, bevor Sie etwas kaufen.
  • Holen Sie sich Unterstützung, bevor die Haut offen wird.

Wann Sie Fachhilfe holen sollten

  • Rötung, die nach dem Entlasten nicht blasser wird, oder neue Schmerzen an einer Druckstelle → Hausärztin oder Hausarzt
  • Blasen, offene Haut, dunkle Flecken oder eine nässende Stelle → Hausärztin oder Hausarzt, bei Unsicherheit Gesundheitsberatung 1450
  • Fieber, eine Rötung, die schnell größer wird, oder plötzliche Verwirrtheit → Notruf 144
  • Deutlich weniger Essen oder Trinken und zugleich schlechtere Haut → Hausärztin oder Hausarzt oder 1450

Notfall: 144 · Gesundheitsberatung: 1450

Unterstützung durch eine Pflegefachkraft

Diplomierte Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause, zeigen Ihnen die richtigen Handgriffe oder übernehmen die Pflege.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 6. November 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Bild: KI-generiert.

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