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Ernährung

Genug trinken im Alter - so klappt es

3 Min. Lesezeit

Eine Tochter reicht ihrer älteren Mutter zu Hause ein Glas Wasser.

Viele ältere Menschen trinken zu wenig, oft ohne es zu merken. Der Durst wird im Alter schwächer. Mit Ruhe und kleinen Gewohnheiten können Sie gut unterstützen.

Warum genug trinken wichtig ist

Der Körper braucht jeden Tag Flüssigkeit. Sie unterstützt Kreislauf, Nieren und Wohlbefinden. Zu wenig trinken kann müde machen und den Kopf unklar wirken lassen. Schauen Sie genauer hin, ohne in Panik zu geraten.

Wie viel ist eine gute Orientierung?

Eine feste Menge für alle gibt es nicht. Viele Empfehlungen nennen etwa 1,5 Liter Getränke am Tag als grobe Orientierung. Suppe und Obst liefern zusätzlich Flüssigkeit. Bei Herzproblemen, Nierenproblemen oder anderen Erkrankungen kann der Bedarf anders sein. Fragen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, was in Ihrem Fall passt.

  • Wasser und ungesüßter Tee sind meist eine gute Basis.
  • Suppe und wasserreiches Obst zählen mit.
  • Sehr süße Getränke lieber nur selten anbieten.

So wird Trinken zur Gewohnheit

Kleine Rituale sind leichter als ein großes Glas auf einmal. Freundlichkeit wirkt besser als Druck.

  • Stellen Sie ein Glas immer in Sichtweite.
  • Bieten Sie zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken an.
  • Kleine Schlucke über den Tag sind oft angenehmer.
  • Ein Zettel am Kühlschrank zeigt, was schon getrunken wurde.
  • Ein Lieblingsbecher macht das Trinken vertrauter.
  • Erinnern Sie ruhig, ohne zu schimpfen.

Wenn das Trinken schwerfällt

Manche Menschen fürchten den Weg zur Toilette, vor allem in der Nacht. Andere mögen Wasser nicht oder vergessen das Trinken. Das ist verständlich. Eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kann zu Hause anleiten und mit Ihnen passende Wege finden.

  • Ungesüßter Tee oder ein Spritzer Zitrone kann den Geschmack verbessern.
  • Tagsüber regelmäßig trinken, wenn die Nacht unruhig ist.
  • Nach einem Aufenthalt im Spital das Trinken besonders im Blick behalten.
  • Kostet die Pflege viel Kraft, kann eine Beratung zum Pflegegeld entlasten.

Worauf Sie im Alltag achten können

Sie müssen keine Diagnose stellen. Ein ruhiger Blick hilft, Veränderungen früh zu bemerken. Notieren Sie Auffälliges und besprechen Sie es mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.

  • Sehr trockener oder klebriger Mund
  • Über längere Zeit sehr dunkler Urin
  • Ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel oder Verwirrtheit
  • Fast nichts getrunken, dazu Hitze, Fieber, Erbrechen oder Durchfall

Wann Sie Fachhilfe holen sollten

  • Plötzliche Verwirrtheit, starke Schwäche oder kaum Urin: Hausärztin oder Hausarzt, außerhalb der Ordination die Gesundheitsberatung 1450.
  • Atemnot, Brustschmerz, Bewusstlosigkeit oder ein schwerer Sturz: sofort den Notruf 144.
  • Fieber, Erbrechen oder Durchfall und dabei fast kein Trinken möglich: zeitnah Hausärztin oder Hausarzt, im Zweifel 1450.
  • Anhaltender Schwindel, sehr trockener Mund oder dunkler Urin über Tage: Hausärztin oder Hausarzt fragen.

Notfall: 144 · Gesundheitsberatung: 1450

Unterstützung durch eine Pflegefachkraft

Diplomierte Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause, zeigen Ihnen die richtigen Handgriffe oder übernehmen die Pflege.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 6. November 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Bild: KI-generiert.

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