Organisation
Die ersten Tage nach dem Spital zu Hause
3 Min. Lesezeit

Die ersten Tage zu Hause nach dem Spital sind oft anstrengend. Vieles müssen Sie nun selbst im Blick behalten. Mit Ruhe und einem klaren Plan gelingt der Start meist besser, als Sie denken.
Was in den ersten Tagen zählt
Nehmen Sie sich Zeit. Der Körper braucht nach dem Spital oft Ruhe. Sie müssen nicht alles an einem Tag schaffen.
- Lesen Sie den Entlassungsbrief in Ruhe. Markieren Sie, was unklar ist.
- Notieren Sie Fragen für die Hausärztin oder den Hausarzt.
- Legen Sie Telefonnummern bereit: Hausärztin oder Hausarzt, 1450 und im Notfall 144.
- Bitten Sie eine vertraute Person, in den ersten Tagen bei Ihnen zu sein.
Sicherheit und ein ruhiger Alltag
Kleine Dinge machen den Tag sicherer und leichter.
- Räumen Sie lose Teppiche, Kabel und rutschige Vorleger weg.
- Sorgen Sie für helles Licht, auch in der Nacht auf dem Weg zur Toilette.
- Stellen Sie ein Glas Wasser und leichte Speisen in Reichweite.
- Planen Sie Pausen ein. Liegen und Sitzen dürfen sich abwechseln.
- Bewegen Sie sich nur so viel, wie es im Spital besprochen wurde.
Medikamente, Verband und Termine
Ändern Sie nichts allein. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist.
- Legen Sie den Medikamentenplan an einen festen, sichtbaren Platz.
- Nehmen Sie verordnete Mittel nur so ein, wie man es Ihnen erklärt hat.
- Wechseln Sie einen Verband nur, wenn Sie dazu angeleitet wurden.
- Schreiben Sie Kontrolltermine gleich auf. Eine Handy-Erinnerung hilft.
Hilfe annehmen ist klug
Sie müssen das nicht allein tragen. Eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kann zu Hause anleiten oder unterstützen. Zum Beispiel bei der Körperpflege, beim Verband oder beim Tagesablauf.
- Sprechen Sie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über die nächsten Schritte.
- Bei Fragen ohne Notfall hilft die Gesundheitsberatung unter 1450.
- Wird der Alltag zu schwer, fragen Sie nach Hauskrankenpflege und nach Pflegegeld.
Aufgaben klar verteilen
Teilen Sie die Aufgaben in der Familie. So wird niemand allein müde.
- Eine Person übernimmt Termine und Telefonate mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.
- Jemand anders hilft bei Essen, Einkauf oder Wäsche.
- Sagen Sie offen, wann Sie eine Pause brauchen.
- Wenn es zu viel wird, holen Sie rechtzeitig weitere Hilfe.
Wann Sie Fachhilfe holen sollten
- Plötzliche Atemnot, starker Brustschmerz, starke Blutung oder Bewusstlosigkeit: Rufen Sie sofort 144 an.
- Nach einem Sturz mit starken Schmerzen, Verwirrtheit oder wenn Aufstehen nicht möglich ist: Rufen Sie 144 an.
- Fieber, eine Wunde wird röter, nässt oder tut stärker weh: Hausärztin, Hausarzt oder 1450.
- Kaum Trinken, kein Essen oder Erbrechen, das nicht aufhört: Hausärztin, Hausarzt oder 1450.
- Sie fühlen sich überfordert und wissen nicht weiter: Rufen Sie 1450 oder die Hausärztin oder den Hausarzt an.
Unterstützung durch eine Pflegefachkraft
Diplomierte Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause, zeigen Ihnen die richtigen Handgriffe oder übernehmen die Pflege.
Quellen & weiterführende Informationen
Stand: 6. November 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Bild: KI-generiert.
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