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Angehörige

Hilfe holen und Kraft sparen

3 Min. Lesezeit

Eine pflegende Angehörige sitzt mit einer älteren Person in einem hellen Wohnzimmer am Tisch.

Sie pflegen einen nahestehenden Menschen zu Hause. Das ist liebevoll und oft sehr anstrengend. Sie dürfen Hilfe holen und Ihre eigene Kraft schützen.

Warum Entlastung wichtig ist

Wer pflegt, gibt viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit. Der Schlaf wird weniger. Eigene Termine rutschen nach hinten. Das ist verständlich, darf aber nicht dauerhaft so bleiben. Wenn Sie sich erholen, können Sie ruhiger und sicherer pflegen.

Hilfe annehmen ist kein Versagen

Viele Menschen glauben, sie müssten alles allein schaffen. Das stimmt nicht. Gute Pflege braucht ein Netz aus mehreren Personen. Bitten Sie früh um Unterstützung, nicht erst wenn alles zu viel wird.

  • Sagen Sie klar, wobei Sie Hilfe brauchen: Einkauf, Kochen, Besuch oder eine Stunde Pause.
  • Fragen Sie Geschwister, Freundinnen, Freunde oder die Nachbarschaft.
  • Eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kann Sie zu Hause anleiten oder bei der Pflege unterstützen.
  • Planen Sie eine Vertretung für Termine, einen kurzen Urlaub oder einfach Ruhe.
  • Nehmen Sie Angebote an, auch wenn es sich am Anfang ungewohnt anfühlt.

Kraft im Alltag sparen

Sie müssen nicht perfekt sein. Kleine Schritte schonen Rücken, Kopf und Herz. Teilen Sie schwere Aufgaben und planen Sie Pausen fest ein.

  • Legen Sie Telefon, Getränk und Wechselkleidung in Reichweite.
  • Heben und drehen Sie nicht allein, wenn es schwer ist.
  • Machen Sie nach anstrengenden Aufgaben eine kurze Pause.
  • Essen Sie zu festen Zeiten und trinken Sie über den Tag genug.
  • Bitten Sie um Hilfe in der Nacht, wenn Sie nachts oft wach werden.
  • Schreiben Sie einen einfachen Plan für die Woche.

Welche Unterstützung es gibt

In Österreich können Sie mehrere Stellen fragen. Sie müssen das System nicht allein verstehen. Lassen Sie sich die nächsten Schritte in Ruhe erklären.

  • Pflegegeld kann finanzielle Hilfe sein. Infos gibt es beim Sozialministeriumservice.
  • Nach dem Spital kann die Hauskrankenpflege zu Hause weiterhelfen.
  • Eine Pflegeberatung zeigt, welche Hilfe zu Ihrer Situation passt.
  • Beratungsstellen für pflegende Angehörige hören zu und zeigen Wege.
  • Die Hausärztin oder der Hausarzt bleibt Ihre erste Stelle bei Gesundheitsfragen.

Auch Sie dürfen Pausen haben

Ihre Gesundheit ist Teil der Pflege. Wer völlig erschöpft ist, kann nicht mehr sicher helfen. Gönnen Sie sich kleine Freuden, zum Beispiel einen Spaziergang, ein Telefonat oder einen ruhigen Tee. Das hält Sie aufrecht.

Wann Sie Fachhilfe holen sollten

  • Sie sind seit mehreren Tagen sehr erschöpft, traurig oder leicht reizbar → Hausärztin/Hausarzt oder 1450
  • Sie haben starke Rückenschmerzen oder schlafen kaum noch → Hausärztin/Hausarzt
  • Sie haben das Gefühl, die Pflege nicht mehr sicher zu schaffen → Hausärztin/Hausarzt oder 1450
  • Es gibt plötzliche Atemnot, starke Brustschmerzen oder einen Sturz mit Verletzung → 144
  • Ihr Angehöriger wird plötzlich sehr schwach, verwirrt oder bewusstlos → 144

Notfall: 144 · Gesundheitsberatung: 1450

Unterstützung durch eine Pflegefachkraft

Diplomierte Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause, zeigen Ihnen die richtigen Handgriffe oder übernehmen die Pflege.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 6. November 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Bild: KI-generiert.

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