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Chronische Krankheiten

Diabetes: Füße schützen und richtig pflegen

3 Min. Lesezeit

Eine Angehörige sitzt mit einer älteren Person im hellen Wohnzimmer und schaut gemeinsam auf die Füße.

Die Füße sind bei Diabetes besonders empfindlich. Kleine Stellen spürt man oft erst spät. Mit ruhiger Pflege im Alltag können Sie viel Gutes tun.

Warum die Füße Schutz brauchen

Bei Diabetes kann das Gefühl in den Füßen nachlassen. Auch die Durchblutung kann schwächer sein. Kleine Druckstellen oder Risse heilen dann manchmal schlechter. Ein kurzer Blick jeden Tag hilft, Veränderungen früh zu sehen. Das ersetzt keinen Besuch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. Bei Fragen sprechen Sie dort nach.

Jeden Tag kurz prüfen

Nehmen Sie sich ein paar ruhige Minuten. Gutes Licht macht den Unterschied.

  • Schauen Sie beide Füße an, auch Sohlen, Fersen und zwischen den Zehen.
  • Achten Sie auf Rötung, Blasen, Risse, harte Stellen oder veränderte Nägel.
  • Nutzen Sie einen Spiegel, wenn Sie die Sohle schlecht sehen, oder bitten Sie um Hilfe.
  • Neue Unterschiede zwischen links und rechts sollten Sie ernst nehmen.
  • Notieren Sie Veränderungen kurz, damit Sie sie bei der Kontrolle zeigen können.

Sanft waschen und pflegen

Die Haut soll sauber, trocken und weich bleiben. Weniger ist oft mehr.

  • Waschen Sie die Füße mit lauwarmem Wasser und milder Seife.
  • Prüfen Sie die Wassertemperatur mit dem Ellbogen oder einem Thermometer, nicht nur mit dem Fuß.
  • Trocknen Sie gründlich ab, besonders zwischen den Zehen.
  • Cremen Sie trockene Haut dünn ein, aber nicht zwischen den Zehen.
  • Nägel nur vorsichtig und gerade kürzen, nicht zu kurz.
  • Bei dicken Nägeln, schlechtem Gefühl oder Unsicherheit holen Sie fachliche Hilfe.
  • Keine scharfen Gegenstände an harter Haut verwenden.

Schuhe und sicherer Alltag

Gute Schuhe schützen vor Druck und kleinen Verletzungen.

  • Tragen Sie bequeme, gut sitzende Schuhe und weiche Socken ohne drückende Nähte.
  • Gehen Sie nicht barfuß, auch nicht zu Hause.
  • Schauen Sie vor dem Anziehen in die Schuhe.
  • Neue Schuhe langsam eingewöhnen und danach die Füße prüfen.
  • Feuchte Socken bald wechseln.
  • Bewegen Sie die Füße regelmäßig, soweit es angenehm ist.

Sie müssen das nicht allein schaffen

Eine diplomierte Pflegekraft (DGKP) kann zu Hause anleiten oder unterstützen, zum Beispiel beim Prüfen der Füße und bei der Hautpflege. Nach einem Aufenthalt im Spital ist solche Hilfe oft entlastend. Wenn der Pflegebedarf steigt, kann eine Beratung zum Pflegegeld sinnvoll sein. Sie dürfen um Unterstützung bitten.

Wann Sie Fachhilfe holen sollten

  • Offene Stelle, Blase, Riss oder Druckstelle: zeitnah die Hausärztin oder den Hausarzt anrufen und nicht selbst behandeln.
  • Starke Rötung, Schwellung, Wärme, Nässen oder Fieber: Hausärztin oder Hausarzt kontaktieren oder die Gesundheitsberatung 1450 anrufen.
  • Plötzlich starker Schmerz, ein sehr kalter oder blasser Fuß oder die Person wirkt akut krank: Notruf 144.
  • Sie sind unsicher, auch nach dem Spital: lieber die Hausärztin, den Hausarzt oder 1450 fragen.

Notfall: 144 · Gesundheitsberatung: 1450

Unterstützung durch eine Pflegefachkraft

Diplomierte Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause, zeigen Ihnen die richtigen Handgriffe oder übernehmen die Pflege.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 6. November 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Bild: KI-generiert.

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